PLECS PIL

Run your Processor in the Loop

PLECS PIL ist ein umfassendes Software-Paket für Processor-In-the-Loop (PIL) Simulationen mit PLECS Standalone oder PLECS Blockset.

Mit PLECS PIL können Sie den Regelungs-Code, der auf einem realen, eingebetteten Prozessor ausgeführt wird, in der virtuellen Umgebung eines PLECS-Modells testen und verifizieren.  

Was ist der Vorteil von PIL?

Bei der Entwicklung von Regelungen ist es üblich, den entwickelten Code zu Testzwecken ganz oder teilweise innerhalb einer Schaltungssimulation auszuführen. In PLECS kann dies mittels des C-Scripts oder DLL-Blocks sehr einfach realisiert werden. Hierbei wird der eingefügte Code für die verwendete Umgebung (z.B. Win64) kompiliert und dann während der Simulation mit ausgeführt, was als Software-in-the-loop (SIL) Simulation bezeichnet wird. 

Bei einer PIL-Simulation werden die Regelalgorithmen dagegen direkt auf dem Prozessor ausgeführt. Hierzu werden relevante Messgrößen aus der Simulation auf den Prozessor übertragen und anstelle der echten Messdaten verwendet. Die Ergebnisse der Regelalgorithmen werden in die Simulation zurückgeführt und dort für die Ansteuerung der simulierten Regelstrecke verwendet. Die Überprüfung des Laufzeitverhaltens von Regelalgorithmen mittels SIL oder PIL ist auch relevant, wenn der Code automatisch aus dem Simulationsmodell generiert wurde. 

Ein großer Vorteil einer Simulation mit PIL gegenüber SIL ist, dass der Code direkt auf dem tatsächlichen Zielprozessor ausgeführt wird. Dabei können plattformspezifische Software-Defekte wie Überlauf- und Typumwandlungsfehler entdeckt werden. Obwohl PIL keine Echtzeitsimulation des Gesamtsystems bietet, wird der Regelungsalgorithmus zwischen zwei Simulationsschritten in voller Prozessorgeschwindigkeit ausgeführt. Daher kann eine PIL-Simulation benutzt werden, um Probleme wie Jitter und Schreib-Lese-Konflikte aufzudecken und zu analysieren, die bei der parallelen Ausführung von Regelalgorithmen entstehen können.

Was beinhaltet PIL?

In der PLECS-Modellumgebung enthält das PIL-Paket den PIL-Block, einen Target Manager sowie eine Bibliothek detaillierter Peripherie-Modelle wie ADC oder PWM.

Auf der Prozessor-Seite steht ein Framework mit Bibliotheken bereit, das eine einfache Integration von PIL-Funktionalität in bereits bestehende Projekte ermöglicht. Beispielprojekte veranschaulichen die notwendigen Anpassungen.

Unterstütze Prozessoren

Derzeit werden die folgenden Mikroprozessoren unterstützt:  

  • TI C2000 Familie (einschließlich Delfino Dual-Core Prozessoren)
  • ST STM32F4 Serie
  • Microchip dsPIC33F (MC Version)

Plexim ist Mitglied des TI Design Network.